
Gepostet am 27.03.2025
5 Fragen an … Amirah
Ohne zu übertreiben, dürfen wir mit Stolz erzählen, dass wir während sechs Monaten ein grosses Talent zu unserem Team zählen durften. Umso schwerer fällt uns der Abschied von unserer Praktikantin, Amirah, die nach unserem Osterfest am 5. April, weiterziehen wird. Wir nutzen diesen Moment, um Amirah Antworten auf unsere brennendsten fünf Fragen zu entlocken.
1. Unser Produktionsteam ist mit drei Personen sehr klein. Welche Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit sind dir besonders geblieben?
Ich hatte zu Beginn meines Praktikums Zeit, meine Kolleginnen in Ruhe kennenzulernen und so eine persönliche Beziehung zu beiden aufzubauen. Geschätzt habe ich auch die entspannte Atmosphäre im ganzen Team.

2. Du hast die Produktion in der Hochsaison miterlebt. Was hat dich in der Lernzeit bei Löw Delights am meisten herausgefordert?
Überraschenderweise sind es nicht die langen Arbeitstage gewesen. Damit bin ich gut zurechtgekommen, weil wir einen realistischen Produktionsplan hatten. Den haben wir Schritt für Schritt abgearbeitet, ohne zu hetzen. Meine persönliche Herausforderung in der Hochsaison war die Konsistenz der richtigen Verzierung, zum Beispiel.
“Überraschenderweise sind es nicht die langen Arbeitstage gewesen.”
Doch genau diese ist sehr wichtig, vor allem bei grossen Firmenaufträgen. Klar, es ist alles Handarbeit, aber trotzdem sollten alle Pralinen derselben Sorte etwa gleich aussehen. Es ist mir anfangs deshalb etwas schwer gefallen, über längere Zeit dem gleichen Arbeitsablauf zu folgen und für alle diese Qualität zu liefern. Das war ein gutes Learning!

3. Was nimmst du aus deiner Zeit hier mit?
Bevor ich zu Löw Delights gekommen bin, habe ich mich in meiner Ausbildung mit Schokolade beschäftigt. Mir war nicht bewusst, dass ihre Schokolade vegan ist, und ich habe auch nicht viel darüber gewusst. Zu Beginn des Praktikums habe ich daher nicht gedacht, dass ich damit viel anfangen könnte. Heute ist der vegane Aspekt ein Plus für mich. Vegane Schokolade ist schwieriger zum verarbeiten – wir haben heute noch ungelöste ‘chocolate mysteries’! Aber genau deswegen war das für mich eine sehr gute Schule. Ich habe viel über pflanzliche Zutaten gelernt und ich muss sagen, von Langeweile keine Spur!

4. Während deines Praktikums hast du in Zürich gelebt. Hat sich die Stadt dir gegenüber von ihrer Schokoladenseite gezeigt?
Auf jeden Fall! In Zürich sind die Wege sehr kurz und es gab hier viele Veranstaltungen, die ich genossen habe. Ich habe in den letzten Monaten viele Pop- und Klassikkonzerte besucht. Unvergesslich bleiben auch mein erster Schnee in der Schweiz und die Weihnachtsfeier mit meinen Zürcher Freund:innen. Sie werden mir fehlen.
5. Welche Pläne oder Wünsche hast du für deine berufliche Zukunft?
Als Nächstes steht wieder ein Semester Schulunterricht an der Culinary Arts Academy Switzerland in Le Bouveret an. Ich beginne bald mein zweites Jahr für den Bachelor of Arts in Pastry & Chocolate Arts.
“Mein grosser Traum ist eine eigene Konditorei oder Bäckerei, wahrscheinlich in Indonesien. Bereits als Kind haben meine Schwester und ich davon geträumt – ähnlich wie Laura und Fabia.”
Mein grosser Traum ist eine eigene Konditorei oder Bäckerei, wahrscheinlich in Indonesien. Bereits als Kind haben meine Schwester und ich davon geträumt – ähnlich wie Laura und Fabia. Ich backe und meine Schwester macht das Interior Design. Wir stellen es uns vor als “Book Café” – etwas Gemütliches mit einer grossen Wand voller Bücher. Die Gäste holen sich eins, suchen sich einen schönen Platz aus und essen und trinken dazu.
Momentan ist dieses Projekt jedoch on hold, weil meine Schwester – wie auch ich – am anderen Ende der Welt ist. Vielleicht ist der gemeinsame Traum in zehn Jahren für uns realisierbar. Und wenn nicht, dann mache ich es eben alleine!